KRM IST ENTTÄUSCHT VON DEN ÄUSSERUNGEN DES NEUEN BUNDESINNENMINISTERS HANS-PETER FRIEDRICH BEI SEINEM AMTSANTRITT

Köln: 04.03.2011

Der neue Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich verkündete in der gestrigen Pressekonferenz, dass der Islam nicht zu Deutschland gehöre, wohl aber hierzulande lebende Menschen islamischen Glaubens. Gleichzeitig wolle er der Deutschen Islam Konferenz einen hohen Stellenwert beimessen. Der Koordinationsrat der Muslime mit über 2000 Moscheen in Deutschland ist enttäuscht von diesen Äußerungen und begrüßt ausdrücklich nicht die in sich widersprüchlichen Äußerungen bei seinem Amtsantritt. Diese Aussagen des neuen Bundesinnenministers sind polemisierend und polarisierend. 

KRM VERURTEILT DAS SELBSTMORDATTENTAT IM ÄGYPTISCHEN ALEXANDRIA, BEI DEM MEHRHEITLICH CHRISTLICHE ZIVILISTEN GETÖTET UND VERLETZT WURDEN

Köln: 01.01.2011

Früh morgens gegen halb eins am heutigen Samstag explodierte ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug vor einer Kirche in Alexandria. Bei der Detonation kamen 21 Menschen ums Leben und 43 wurden verletzt. Dabei kam es auch zu Ausschreitungen zwischen Christen und Muslimen. Eine nahegelegene Moschee wurde  von wütenden Christen beschädigt.  Von unterschiedlichen Seiten werden subversive Kräfte für  den Anschlag verantwortlich gemacht. 

KRM IST BESORGT ÜBER DIE STARK ANSTEIGENDE ISLAMFEINDLICHKEIT IN DEUTSCHLAND

Köln: 15.10.2010

Laut der Studie „Die Mitte in der Krise – Rechtsextreme Einstellungen in Deutschland 2010“ der Friedrich-Ebert-Stiftung nimmt die Islamfeindlichkeit in Deutschland stark zu. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung stimmt islamfeindlichen Aussagen zu. Zudem bescheinigt die Studie ein hohes antidemokratisches Potenzial in der Gesamtbevölkerung, wonach 58,4 Prozent die islamische Religionsausübung einschränken wollen und jeder Zehnte Bürger sogar einen „Führer" mit harter Hand will.

KRM BEGRÜSST DIE ENTSCHEIDUNG DER BUNDESMINISTERIN SCHAVAN ZUR AUFBAU VON ISLAMISCHEN STUDIENGÄNGE

Köln: 14.10.2010

Heute hat die Bundesbildungsministerin Anette Schavan die Standorte, an denen islamische Studiengänge eingerichtet werden sollen, bekanntgegeben. In Tübingen, Münster und Osnabrück, verteilt auf die Bundesländer Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen, sollen unter anderem islamische Religionslehrer für die Erteilung von islamischem Religionsunterricht an öffentlichen Schulen ausgebildet werden.

Der KRM begrüßt die Entscheidung der Bundesministerin Schavan, an unterschiedlichen Standorten den Aufbau von islamischen Studiengängen zu unterstützen.